Wildschweine

 

 

Wildschwein(Sus scrofa) : auf Muttertier ausgerichtete

Familiengruppen die von einer "Leitbache"geführt werden.

In der freien Wildbahn vorzugsweise nachtaktiv,legen

weite Strecken zurück und hinterlassen wühlenderweise

wüste Schlachtfelder.

Online-Info

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Im Wildpark:

14Bachen+4Überläufer auf ca. 12.000 m²

Nachwuchs ca. im März/April

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Wildschweingeschichten

Als Förster Robert Küpper im Dezember 1967 aus dem verschneiten Rolandsecker

Wald von der Pirsch zurückkehrte,hatte er eine"kleine Überraschung "in seinem Gepäck:

Sechs kleine Wildschweinfrischlinge !!

Schon einen Tag zuvor hatte er sie quiekend im Unterholz wahrgenommen und sich

gewundert,daß keine fauchende Wildschweinbache ihren" Kessel " beschützend verteidigte.

Besorgt machte er sich am folgenden Tag auf den Weg um nach dem Rechten zu sehen.

Seine Befürchtung wurde zur traurigen Gewissheit.: die Kleinen waren alleingelassen,

schutzlos und ohne Überlebenschance.

Im allgemeinen gilt: !!Aufgefundene Jungtiere in Wald und Feld nicht berühren und in

Ruhe lassen!!;im Notfall den zuständigen Revierförster informieren.

Förster Küpper erkannte hier sofort den Ernst der Lage und handelte: kurzentschlossen

verstaute er die Frischlinge in seinen Rucksack und begab sich auf den Heimweg,überzeugt

davon, genau richtig gehandelt zu haben.

Freilich konnte da noch keiner von uns ahnen,welch aufregende Zeiten uns hiermit

beschert wurden und wohin das alles noch führen würde. Im Pferdestall des alten Forsthauses

wurde die "Babystube"eingerichtet und aus den fläschchennuckelnden Frischlingen Toni,Sabine,

Fritz... wuchsen schnell 6 unternehmungslustige,quirlige Rabauken heran. Bald schon wurde es

in ihrem Stall so eng,daß wir schließlich ein Aussengatter errichten mussten. Noch hatten wir

alles gut im Griff, - aber schon bald sollte uns ihre Unternehmungslust mächtig zu schaffen machen.

Fortsetzung (2)folgt ...

(Teil 2)

Viel Zeit verbrachten wir mit unseren "Rabauken" Fritz,Sabine,Toni,... und hatten dabei

jede Menge Spaß. Schnell merkten wir wie gelehrig sie waren und daß sie uns als Spiel-

-kumpane freudig aufnahmen.So schlossen wir Wetten ab,wer sich am längsten auf dem

Rücken der mittlerweile ausgewachsenen Wildschweine halten konnte,ohne im Schlamm

zu landen.Diverse lustige Kunststückchen wurden eingeübt bis sie fast "zirkusreif "waren.

Zunehmend Sorgen machte uns allerdings ihr unentwegter Wühleifer sodaß wir immer

wieder die Einzäunung ausbessern und verstärken mussten. So war es nicht verwunderlich,

daß wir eines Tages vor einem leeren Gatter standen,-die sechs Wildschweine alle auf

und davon. Was tun? Unsere Hoffnung ,sie würden von selbst an den "heimischen Trog"

zurückkehren erfüllte sich leider nicht.Auch am folgenden Tag standen wir vor dem

immer noch verlassenen Gatter ,kein Toni,Fritz,Sabine, . weit und breit.

Jetzt mussten wir schnell handeln,denn je länger unsere Ausbrecher die große Freiheit

genossen,umso schwieriger würde es,sie wieder einzufangen. In unserem jugendlichen

Leichtsinn begaben wir uns dann auf Wildschweinjagd,ausgerüstet mit etwas Lockfutter,

einem Fangnetz und diversen Stricken. Heute weiß ich ,diese Idee war verrückt wenn

nicht gar lebensgefährlich,aber gerade unsere Unwissenheit und Unbedarftheit ermöglichten

das "Unmögliche". Spät am Nachmittag kehrten wir zurück,zerkratzt und zerschunden,

auf dem Traktoranhänger gefesselt und verpackt drei der Ausbrecher.

Nie wieder würde es uns gelingen auf diese Art ausgebrochene Wildschweine einzufangen,

wir hatten unsere Erfahrung gemacht und unsere Kraft im Übermut war damit verflogen.

Der Rest der Rotte war noch in Freiheit aber siehe da,-schon am nächsten Tag baten

sie um Einlass:offenbar hatten sie Heimweh zu ihren Artgenossen.